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Der Letter rund um http://www.rund-um-briefmarken.de und Briefmarken
12. Dezember 2011
Hallo liebe Sammlerfreunde und -freundinnen,
nun wird unser Sohn bald 9 Monate und ich will wieder beginnen, den
Philaletter regelmäßig zu schreiben. Was ist in der Zwischenzeit passiert auf den Homepages?
Ich habe endlich alle Händler und Auktionsfirmen, die in meiner Datenbank waren und noch nicht in diesem jahr angeschrieben wurden einen Brief geschrieben: 782 Briefe. Ca. 60 kamen zurück, weil die Adresse nicht stimmte, einige waren keine Händler mehr und über 100 haben meinen Fragebogen ausgefüllt geschickt - Brief oder Post. So sind jetzt ca. 700 gültige Daten auf rund-um-briefmarken.de. Die ersten Auktionsfirmen haben auch Ihre Termine für 2012 gesendet und diese wurden in die Terminliste aufgenommen.
Die Suchformulare wurden alle überrbeitet - meist Seitenweise anzeige. Bei den Händlern und Auktionsfirmen wurden die PLZ-Seiten umgestellt und wichtige Städte als Link eingebaut. Jetzt ist die Aktualisierung der PLZ Seiten immer gewährleistet ohne Zusatzaufwand. Weiter wurdde eine MICHEL-Katalogseite und eine Seite zum Werben auf rund-um-briefmarken.de eingebaut.
Nachdem 2010 fast 100.000 Online-Besucher auf rund-um-briefmarken.de waren, sind es jetzt über 50% mehr - danke allen Besuchern.
Als die Bautenserie 1948 in der Bizone erschien, war sie auf die bisherigen Portosätze zugeschnitten. Dies waren die verdoppelten Vorkriegs- tarife. Die Herabsetzung der Gebühren ab 1. September 1948, genau am Ersttag der meisten Werte der neuen Serie, konnten nicht mehr berücksichtigt werden. Das führte zur kuriosen Situation, dass drei Wertstufen bereits mit ihrem Erscheinen überholt waren und sich deshalb nicht mehr Bestimmungsgemäß als Einzelfrankatur verwenden ließen (16, 24, 84 Pf). In Betracht kam allenfalls eine geduldete Verwendung in Berlin (West). Dort wurden die Porti am 1. Juli 1949 und am 7. Juli 1949 reduziert. Offiziell war die Verwwendung von marken der Bizone und vom Bund dort erst am 27. Oktober 1949 gestattet, in den Ländern der Französischen Zone, die die Porti am 4. Oktober 1949 herabsetzte, ab 3. Oktober 1949.
Anschriftenprüfungskarten kosten im Zehnerpack 8,40 Euro. Damit ist freilich nur das Prüfentgelt bezahlt, nicht jedoch das porto für die Einsendung der Karten an die Prüfstelle. Bei Verwendung einzelner Karten ist also das Postkartenporto von 45 Cent zu verkleben, bei einem Sammelversand unter Umschlag das erforderliche Briefporto. Folglich erfüllen die Formulare nicht die Voraussetzungen für eine Ganzsache.
Es sei dringend davor gewarnt, Briefe, Blocks und ähnliche großformatige Sammelstücke mit Hilfe von Fotoecken im Album zu befestigen. Es kommt leider immer wieder zu gestauchten Ecken, die den Marktwert erheblich mindern können.
Der Ganzbriefsammler hat eine Aversion gegen die Öffnung von Briefumschlägen durch einen Schnitt mit der Schere. Mag dieser auch noch so sorgfältig ausgeführt sein, hat er eine Minderung des Formats und einen oftmals unregelmäßigen Verlauf der Schnittkante zur Folge. Leider dient der Einsatz der Schere auch dazu, eingerissene oder unsauber geöffnete Umschläge wieder mit einem glatten rand zu versehen. Dadurch wird das Format des Umschlags reduziert. Das lässt sich vor allem auf der Rückseite des Umschlags erkennen. Manchmal fehlt sogar ein Teil der Absenderangabe. Solche Verstümmelungen mindern den Wert des Belegs erheblich und lassen daraus einen bloßen Briefausschnitt werden. Leider weisen Anbieter solcher Umschläge kaum auf solche Manipulationen hin. Die Enttäuschung beim Käufer ist dann groß.
Die Germania-Ausgaben der Inflationszeit ab Mi-Nr. 140. Teil 1: Einführung
Von Günter Bechtold unter Mitwirkung von Dr. Irmin-Rudolf Jahn, Dieter Kamradt, Arne Karusseit und Dieter Tschimmel.
314 Seiten, mehr als 1000 Farbabbildungen, Format 15,4 x 21,5 cm gebunden
ISBN 978-3-939298-02-1. Preis 40 EUR: Erhältlich im Fach- und Buchhandel.
Kontakt:
Wilhelm Keppler, Maybachstr. 17, 71735 Eberdingen
Telefon: 0 70 42 / 81 73 76
E-Mail: wilhelm.keppler(at)web.de
Auf drei Bände legte Günter Bechtold seine Monographie zu den Germania-Marken der Inflationsjahre an. "Moment" wird hier der eine oder andere sagen, "1923 erschienen doch keine Germania-Marken mehr." Das stimmt natürlich, doch darf man die Inflationszeit keineswegs nur auf die Monate der Hochinflation beschränken. Ökonomisch betrachtet, setzte die Inflation bereits im Ersten Weltkrieg ein, als der wachsenden geldmenge kein angemessenes Warenangebot gegenüberstand.
Staatliche Eingriffe verhinderten nur, dass die Inflation überall sichtbar wurde. Im Bereich Post machte sich die Preissteigerung denn auch erst nach Kriegsende bemerkbar, sodass Bechtolds Ansatz, mit der Michel-Nummer 140 zu beginnen, postgeschichtlich korrekt ist - die Ausgaben von 1916 resultieren aus der Einführung einer Steuer, nicht aus der allgemeinen Preisentwicklung, die Aufdruckwerte von 1919 waren Zuschlagsmarken.
Detailliert beschreibt Bechtold die Entstehung und Herstellung der Marken mit dem ganz und gar unrepublikanischen Motiv, geht auf Besonderhei-
ten, Abarten und Druckzufälligkeiten ein und erinnert zudem an Randgebiete wie das sogenannte Kapselgeld und Germania-Vignetten aus der
Kinderpost.
Das sehr anschaulich geschriebene und attraktiv illustrierte Buch wirbt für das Sammelgebiet.
Heute war ich auf der Homepage von der ArGe Posthorn / Heuss und Dauerserien e. V. unter http://www.arge-posthorn-heuss.de/.
Die Seite ist gut gestaltet, übersichtlich und informativ. Leider ist der Seitenaufbau etwas langsam, obwohl nicht soviele Seiten es sind. Dumm ist auch, dass die Rundbriefe der Arge passwortgeschützt sind und die Inhaltsverzeichnisse auch nicht veröffentlicht wurden. So kann jeder nur raten, was drin ist.
Es ist eine recht junge ArGe. Der Internetauftritt hat Stand August
2010! Es gibt ein Gästebuch mit einigen Einträgen. Leider ist es auf 250
Zeichen gegrenzt, so dass ich auch nicht viel schreiben konnte. Besser
wäre vielleicht 1.000 Zeichen.
Die Druckansicht ist vorbildlich. Die Homepage wurde mit Wordpress gemacht.
Insgesamt scheint die ArGe recht rühig zu sein. es gibt eine Liste von
Ausstellungserfolgen, einen Rundbrief, Treffen, Stände und Forschung.
Kontakt zur ArGe kann über:
Rudolf Häring, Domstiftstr. 4, 68307 Mannheim
E-Mail: rudolf-haering(at)t-online.de
aufgenommen werden.
Schaut Euch mal die Seite an, es sind nicht mal 20 Seiten und ihr könnt euren Horizont erweitern.
Viel Spass mit dem Hobby,
Noch eine frohe Adventszeit, frohes Fest
und einen guten Start ins Jahr 2012
wünscht
Andreas Bartl